Wettervorhersage für Deine Region

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März 2nd 2024, Samstag
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Wettervorhersage – Vom Wetterfrosch zum Satellitenbild

Gehören Sie auch zu den Menschen, die sich abends im Fernsehen den Wetterbericht für den kommenden Tag anschauen? Und planen Sie dann auch Ihre Vorhaben danach? Sie beschließen einen schönen Grillabend oder eine Fahrradtour, weil ja schönes, sonniges und trockenes Wetter gemeldet wurden. Und was passiert? Mitten im schönsten Ausflug öffnen sich die Himmelsschleusen und es beginnt zu regnen.

Lassen Sie uns einen Blick auf die Geschichte der Wettervorhersage werfen, wie sie sich im Laufe der Zeit verändert hat und wie die Wetterprognosen zu Stande kommen.

Die ersten Versuche das Wetter voraus zu sagen – Ein Blick in die Anfänge und was haben Götter damit zu tun?

In grauen Vorzeiten war der Mensch noch abhängiger vom Wetter und dessen Entwicklung, als wir es heutzutage sind. Er beobachtete das, was am  Himmel zu sehen war und interpretierte es nach seinem Ermessen. Blitz und Donner wurden als Zeichen der Götter wahrgenommen. Diese waren unzufrieden und straften so die Menschheit. Bei schönem Wetter hingegen, waren die Götter wohlgesonnen und beeinflussten somit positiv die anstehende Ernte.

Dass dem nicht so ist, wissen wir. Aber in der damaligen Zeit, konnten es sich die Menschen einfach nicht anders erklären.

Einer der ersten, der sich mit der Wetterkunde auf anderer Ebene auseinander setzte war der berühmte Philosoph Aristoteles. Er beobachtete das Wetter und Kometen und hielt dies in seinem Werk „Meteorologica“ fest.

Gute 2.000 Jahre lang war dieses Werk eine Art Bibel der Wetterkunde.

Mit der Erfindung des Thermometers im Jahre 1592 durch Galileo Galilei und der anschließenden Erfindung des Barometers, nur 50 Jahre später, bekam die Wetterbeobachtung eine neue Grundlage.

Denn so konnte nicht nur bewiesen werden, dass die Götter nicht  in die Verantwortung gezogen werden konnten, sondern auch, dass das Wetter durch ein globales Zusammenspiel beeinflusst wird. Die Götter waren nun fein raus.

Der Wetterfrosch und die Bauernregeln – Auch eine Möglichkeit das Wetter zu bestimmen

So lange man denken kann, waren die Menschen daran interessiert zu wissen wie das Wetter wird. Besonders den Bauern war daran gelegen, denn ihr Überleben hing von einer guten Ernte und satten Vieh ab. Sie waren mit die ersten, die das Wetter beobachteten und in Zusammenhang mit auffälligen Ereignissen gebracht haben. So entstanden die guten alten „Bauernregeln“, die heute noch in aller Munde sind und auch immer noch gerne zitiert werden.

Sie beobachteten die Natur und versuchten Winde, Wolkenbildung und auch Morgen- und Abendröte zu deuten. Widerkehrende Naturerscheinungen und das darauf folgende Wetter wurden genau „unter die Lupe genommen“ und, wenn möglich, aufgezeichnet.

Bekannte Bauernregeln

  • „Abendrot – Gutwetterbrot, Morgenrot mit Regen droht“
  • „Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß“
  • Ist der Februar trocken und kalt, kommt im Frühjahr Hitze bald.
  • Eine Bauernregel ohne Reim sagt auch: „Die Mücken fliegen tief, morgen gibt es Regen!“

Der Wind und das Wetter von morgen – Wetterzeichen als Prognose für Sonne und Regen

Es hat sich tatsächlich herausgestellt, dass man über Naturereignisse, sogenannte Wetterzeichen, Verbindungen zum kommenden Wetter herstellen konnte. Kurzfristige Wetterveränderungen wurden anhand von Wolken, Winden, der möglichen Fernsicht und auch an Tieren und Pflanzen prognostiziert. Diese Beobachtungen trafen und treffen zwar nicht immer zu, aber dass man sich im groben danach richten kann, ist nicht von der Hand zu weisen. Noch heute richten sich viele naturverbundenen  Menschen, Bergführer und auch Bergbauern nach diesen kleinen und feinen Hinweisen.

Lassen Sie uns einen kurzen Blick auf diese Wetterzeichen werfen.

Winde und Wolken

  • Winde, die stark auffrischen oder ihre Richtung wechseln, weisen auf kommendes schlechteres Wetter. Starke, schnell heftig werdende Winde kündigen oftmals starke Schauer und Gewitter an. Dagegen weist ein schwacher und gleichbleibender Wind auf schönes Wetter hin.
  • Den Wassergehalt der Luft und die Luftströmung kann direkt an den Wolken abgelesen werden. Je schneller sich die Wolken bewegen, desto größer ist das Risiko, dass schlechtes Wetter aufzieht. Wobei eine langsame Wolkenbewegung eher auf eine Warmfront hinweist.

Fernsicht

  • Gute Fernsicht von einem erhöhten Punkt, zeigt trockene Luftmassen an und stehen für eine Wetterstabilität. Bei schlechter Fernsicht, geht man in der Regel von einem Wetterumschwung aus.

Tiere und Pflanzen

  • Verhaltensveränderungen von Pflanzen und Tieren sind für viele naturverbundenen Menschen eindeutige Zeichen für aufkommende Wetterveränderung. Das Überleben steht im direkten Zusammenhang mit Wetterveränderung. Noch bevor der Regenguss zarte Blüten schädigen kann, hat die Pflanze diese schon schützend geschlossen.
  • Wild in den Bergen, wie zum Beispiel Gämse, verlassen die hohen Gefilde und wandern näher Richtung Tal. Dies gilt auch für Insekten. Diese fliegen nicht mehr so hoch und wenn dann Schwalben oder auch Fledermäuse tiefer am Boden auf Nahrungssuche sind, dann kann man eigentlich immer von schlechter werdenden Wetter ausgehen.

Obwohl der allseits bekannte „Wetterfrosch und seine Leiter“ ausgedient hat, ein aufmerksamer Blick in die Natur, kann auch in der heutigen Zeit nicht schaden.

Die Wettervorhersage entwickelt sich weiter – der Technik sei Dank!

Bis zur systematischen Beobachtung gingen noch so einige Jahre ins Land und im 1780 verfügte die Wissenschaft schon über eine Vernetzung der errichteten Wetterstationen von Grönland bis nach Russland.

Mit der Erstellung der ersten Wetterkarte, die schon „Hochs“ und „Tiefs“ auswies, beginnt das eigentliche Zeitalter der modernen Meteorologie. Dies war im Jahr 1820.

Ab diesem Zeitpunkt wurden Wettereignisse vermehrt aufgezeichnet, archiviert, verglichen und auch immer zuverlässiger gedeutet. Leider konnten diese Erkenntnisse aufgrund der noch fehlenden Kommunikationstechniken nicht ausreichend weit und auch nicht schnell genug verbreitet werden.

Durch die Entdeckung der Telegrafie und dem Ausbau des Telegrafennetzes, konnten ab dem 19. Jahrhundert diese Informationen weitergegeben werden. Stürme, Starkregen und andere Wetterveränderungen konnten nun schnell von Ort zu Ort übermittelt werden. Menschen konnten sich auf das Kommende vorbereiten und Schutzmaßnahmen ergreifen.

Auch konnten so Unwetter auf hoher See durch Kapitäne vom Meer ans Festland „getickert“ werden. Küstenstädte und –dörfer, konnten Maßnahmen gegen Sturm- und Springfluten ergreifen.

Im Laufe der Jahrzehnte wurde nun Wetterstationen eingerichtet. Das Wetter wurde durchgehend beobachtet. Die aufkommenden und intensiven Forschungen in der Meteorologie haben ihren Beitrag dazu beigetragen, immer genauere Vorhersagen treffen zu können.

Die Wettervorhersage von heute – ohne Computer und Satelliten nicht denkbar

Mit Hilfe von Wettersatelliten, die ins All geschossen werden, kann mittlerweile auch die obere Erdatmosphäre ausgewertet werden und welche Einflüsse diese auf das Wettergeschehen ausübt. Je weiter die Technik voranschreitet, desto präziser werden die Blicke in das kommende Wetter. Vorhersagen bis zu 10 Tagen in die Zukunft sind möglich. Eine 100%ige Garantie kann man allerdings nie geben.

Trotz aller noch bestehenden Fehlprognosen über den Verlauf des Wetters, wird die „Treffsicherheit“ immer besser.

Naturkatastrophen wie Stürme, Orkane, Hochwasser oder Springfluten, kommen nicht von jetzt auf gleich. Sie brauchen Zeit, um sich entwickeln zu können. Aufgrund der technischen Überwachung der Wetterentwicklung auf dem gesamten Globus, werden Frühwarnsysteme mit diesen wichtigen Daten versorgt und können oftmals „Schlimmeres“ verhindern.

Sie sehen, die Wettervorhersage ist nicht „in Stein gemeißelt“ und wird es wohl auch nie sein. Auch alle technischen Errungenschaften der Menschheit, werden niemals alle Launen der Natur erfassen und deuten können.

Wir sollten froh und dankbar sein, über die Möglichkeiten, die uns nach Jahrhunderten der Forschung zur Verfügung stehen. Wir können uns zwar darüber ärgern, wenn der geplante Ausflug, im wahrsten Sinne des Wortes, „ins Wasser fällt“, aber ändern können wir es nicht.

Und der Wetterfrosch, der bei Regenwetter oben auf seiner Leiter sitzt, macht einfach auch nur das Beste, was er machen kann: Das Leben genießen!

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